Aktivotours
Home Information Mail
Home   Organisation von Expeditionen
Expeditionen in Patagonien
Hielo Continental
Patagonisches Inlandseis  

Das Patagonische Eis: Das Hielo Patagonico bedeckt auf 450 km Länge und bis zu 80 km Breite das Längstal zwischen der Hochkordillere der Südanden und der zerklüfteten Fjord-landschaft des Pacific. Etwa ein viertel dieser Fläche nimmt das Hielo Patagonico Norte, das Nördliche Patagonische Eis ein. Über 100 km lang und 45 km breit erstreckt sich die Eismasse, die sich voll und ganz in Chile

befindet, während das Hielo Patagonico Sur mit Argentinien geteilt wird. Bis zu 8000 mm Niederschläge fallen jährlich auf dieses größte zusammenhängende Gletschergebiet außerhalb der Polzonen und erhalten die teilweise mehr als 1000m dicke Eisschicht. Durchschnittlich 1500 m über dem Meer gelegen bildet das Patagonische Eis eine abwechslungsreiche Oberfläche auf der weite Ebenen, mit Mulden und abgerundeten Erhebungen wechseln. An mehreren Stellen fließt das Eis in die Fjorde oder in die östlich der Andenkette befindlichen Seen.

Monte San Valentin  

Das Nördliche Patagonische Eis und der Monte San Valentin Vom im Nordosten gelegenen Monte San Valentin reicht die Eisdecke bis zum 100 km südlich liegenden Steffen-Gletscher. Das nach Westen abgesenkte Nördliche Eis strömt aufgeteilt in mehrere Gletscher bis zum Pacific. Die wichtigsten sind der San Rafael-Gletscher und der San Quintin Gletscher (San Tadeo-Gletscher).

Von der Kette am Ostrand aufragender Berge verläuft meist ein in Ost-West Richtung ausgerichteter Ausläufer, der das weite Eisfeld in eine hügelähnliche Oberfläche formt. Erste Forschungs- und Abenteuerreisen sind verbunden mit Namen wie Reichert, Nordenskjöld, Steffen, Heim oder Shipton. Der Pionier der Patagonischen Eisfelder ist zweifellos der deutsche Bergsteiger Friedrich Reichert, der 1904 einen Ruf der Universität Buenos Aires folgte. Im Sommer 1920/21 machte er sich auf den Weg das Nördliche Eisfeld zu erkunden. Als Zugang wählte er die Laguna San Rafael, dringt bis zum Nunatak vor und erblickt zum ersten Mal die riesige Eisfläche mit dem Monte San Valentin. Weitere Expeditionen folgten, jedoch ohne Erfolg den Monte San Valentin zu besteigen. Das gelang im Dezember 1952 einer argentinischen Expedition.

Eisfeld TV  

Die erste Überquerung des Nördlichen Patagonischen Eises gelang 1963/64 einer von Eric Shipton geleiteten Expedition. Bis heute schafften es nur wenigen Expeditionen den patagonischen Wetterunbilden zu trotzen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Der Monte San Valentin ist der höchste Berg Patagoniens und liegt bei 46,5 Grad südlicher Breite, also etwa soweit

südlich des Äquators wie die Schweiz nördlich. Noch heute kann man sich auf keine einheitliche Höhe festlegen. Auf älteren Karten mit 4058m angegeben schwankt die angegebene Höhe bis auf 3910m. Dennoch bleibt der San Valentin die höchste Erhebung Patagoniens, dessen geschwungene Schulter ihn schon von weiten erkennen lässt. Nach Osten hin stürzen die Felswände über 2000m ab. Als "Normalweg" gilt die Besteigung von Westen, der Laguna San Rafael aus.

Der Cerro San Lorenzo (Monte Cochrane) ist mit 3706m der zweithöchste Berg von Patagonien. Als einzeln stehendes Bergmassiv östlich des Hielo Norte ist dieser trotzdem nur von wenigen Stellen vollständig einsehbar. Die Erstbesteigung wurde am 17. Dezember 1943 von dem italienischen Salesianer Pfarrer Padre Alberto María de Agustini durchgeführt. Erst 12 Jahre später erfolgte die

  Gipfel des San Lorenzo

zweite Besteigung über den, von nun an, Agustini Führe genannten Aufstieg. Die erste Besteigung über den technisch interessanten Ostgrat wurde 1986 von den Südafrikanern Paul Fatti, Erwin Müller, Russel Dodding und Hans Peter Bokker vollständig durchstiegen.

Eisbruch des Nördlichen Eisfeldes  

Bis heute zählt der Lorenzo, verglichen mit anderen Bergen, immernoch zu den Bergen, die mit sehr wenigen Besteigungen aufwarten können. Viele Expeditionen scheiterten am Wetter und an dem sehr langen Aufstiegsweg zum Gipfel. Die bislang einzige Winterbesteigung über die Agustiniführe, gelang einer chilenischen Expedition am 16. Juli 2004.

 
Der Gipfel jeder Expedition  

Erfolgreich durchgeführte Expeditionen:

  • Durchquerung des Hielo Norte von Osten über den Glaciar Neff, nach Westen zum Glaciar San Rafael
  • Deutsche Erstbesteigung des höchsten Berges Patagoniens, Monte San Valentin
  • Besteigung des Cerro San Lorenzo

Organisation von Bergexpeditionen:

  • Beschaffung aller Permits von Nationalparkbehörden, Polizei & Ministerien
  • Durchführung aller Transporte mit eigenen Fahrzeugen und logistische Beratung bis zum Startpunkt der Expeditionen
  • Abholung nach der Expedition
  • Vermittlung von Packpferden
  • Beschaffung von Kartenmaterial und Satellitenkarten
  • Vermietung von Bergausrüstung und Satellitentelefonen in Chile/Argentinien
  • Vermittlung von preiswerten Rescue-Versicherungen

Anfragen: Für die Erstbearbeitung Ihrer Anfrage benötigen wir folgende Informationen:

  • Ziel und Zeitraum der Expedition
  • Anzahl und Nationalität der Teilnehmer
  • detailierter Ablauf der Expedition
Anfragen bitte nur per Mail

Bitte bedenken Sie bei Ihrer Planung, dass wir für die Organisation von Expeditionen mindestens einen Vorlauf von 6 Monaten benötigen!

Expeditionsberichte: Einen sehr ausführlichen Expeditionsbericht (Strecken- und Wetterinfos, Ausrüstungslisten, Kartenmaterial etc.) über die Durchquerung des Hielo Norte und der Besteigung des Monte San Valentin erhalten Sie auf Anfrage.

 
Camp auf dem Hielo Norte